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Boston Tea Party

16. Dezember 1773: Eine Horde Bostoner Bürger stürmt, als Indianer verkleidet, drei britische Schiffe. Aus Protest gegen Erhöhung der Teesteuer, werfen die Männer 45 Tonnen Tee in den Bostoner Hafen. Diese unblutig verlaufende Aktion soll später als „Boston Tea Party“ in die Geschichtsbücher eingehen und zieht in den folgenden Monaten noch einige ähnliche Maßnahmen nach sich. Der Aufstand der Bostoner gegen die britische Kolonialmacht gipfelt 1775 schließlich im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Über 30 Jahre nachdem John Adams, späterer Vizepräsident der USA, vom Balkon des Old State House die Unabhängigkeit der Stadt erklärte, ist Boston mit 600.000 Einwohnern die größte Stadt Neu Englands und Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts, an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Noch heute wandeln Touristen hier auf den Spuren der Unabhängigkeitsbewegung. Der Freedom Trail ist ein vier Kilometer langer Weg, der zu 16 denkwürdigen Stätten führt. Vom Boston Common, dem ältesten öffentlichen Park der USA, führt eine rote Pflasterstein-Linie vorbei am Massachusetts State House, dem Regierungssitz des Bundesstaats, dem Old State House, dem Wohnhaus des Nationalhelden Paul Revere, der an der Boston Tea Party beteiligt war und der Old North Church, der ältesten Kirche der Stadt. Am Bunker Hill Monument endet der Freedom Trail. Hier fand im Juni 1775 die blutigste Schlacht gegen die Briten im Revolutionskrieg statt. Ein Museum informiert Besucher über das historische Ereignis. Wer die 294 Stufen des benachbarten Granitobelisks überwindet, wird mit einem fantastischen Blick über Boston belohnt.

Ein Blick über die Stadt

Einen noch besseren Ausblick und vor allem einen bequemeren Aufstieg per Fahrstuhl hat man vom höchsten Gebäude in Boston, dem John Hancock Observatory. Auf einer Höhe von 230 Metern hat man einen atemberaubenden Rundblick auf die gesamte Stadt. An klaren Tagen spiegeln sich die umliegenden Gebäude in der verspiegelten Fassade.

Neben Wolkenkratzern hat Boston auch einige der bedeutendsten Kunstmuseen der USA zu bieten, zum Beispiel das Museum of Fine Arts mit Gemälden von Rembrandt, El Greco, van Gogh und Gauguin. Im Museum of Science lernen nicht nur Kinder spielerisch neues über Naturwissenschaften. Zu dem Museum gehört auch das Hayden Planetarium, in dem nicht nur Sterne, sondern auch Lasershows zu bewundern sind. Ein IMAX-Kino, ein Kino mit einer riesigen Leinwand, und ein Schmetterlingsgarten gehören ebenfalls zum Gelände. Das New England Aquarium lockt nicht nur mit hunderten verschiedenen Fischarten, Pinguinen und Schildkröten, es bietet auch Touren zur Buckelwal- und Delfinbeobachtung an.

Genießen Sie das Erholungsgebiet

Wer ein Auto und ein Wochenende Zeit hat, sollte Richtung Süden über die Interstate 93 nach Cape Cod fahren. Bis zur Nordspitze der gebogenen Halbinsel sind es von Boston aus etwa 200 Kilometer. Die einstige Fischer- und Walfangprovinz hat sich in den letzten Jahrzehnten zum angesagten Naherholungsgebiet gemausert. Sogar Präsidenten, Schauspieler und Models schwören auf die weiten Strände und gemütlichen Orte. Noch exklusiver als auf Cape Cod, geht es auf der südlich gelegenen Insel Martha’s Vineyard zu. Da die Anreise nicht ganz einfach ist, bleiben wohlhabende Amerikaner hier meist unter sich. Touristenhochburg Nummer eins dagegen ist Provincetown, ganz im Norden. Hier reihen sich kleine Restaurants, Antiquitätenläden und Souvenirshops aneinander. Wer etwas mehr Ruhe sucht, sollte schon früher von der Bundesstraße abfahren.

Ein Kampf um Tee löste die Entwicklung Bostons zu einer historisch und kulturell interessanten Stadt aus: Entdecken Sie die Hauptstadt von Massachusetts!

 

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Quick Info

Land:
USA

Region:
Massachusetts

Einwohner:
590.763

Fläche:
232,1 km2

Bevölkerungsdichte:
4.815 Einwohner je km2