Calgary: Die am schnellsten wachsende Metropole Kanadas
Calgary ist zwar nicht die Hauptstadt, mit knapp unter einer Millionen Einwohnern wohl aber die größte Stadt und das Zentrum der kanadischen Provinz Alberta. Sie ist die drittgrößte Metropole Kanadas.
Lange Jahre galt das 1884 gegründete Calgary aufgrund seiner Lage inmitten der fruchtbaren Prärie als Zentrum der kanadischen Rinderzucht und des Cowboy-Lebensstils. Erst im Zuge des Ölbooms Ende der 1960er Jahre, begann der steile Aufstieg der Stadt zu einer Öl-Metropole - ein Aufstieg, der bis heute anhält, denn Calgary ist nach wie vor die am schnellsten wachsende Metropole Kanadas. Obwohl heutzutage eine moderne Großstadt, ist man in Calgary stolz auf seine Historie und so sind überall in der Stadt Reminiszenzen an die Vergangenheit, als kanadische Cowboy-Hochburg, zu finden. Das Wahrzeichen der Stadt ist nach wie vor ein weißer Cowboyhut.
Rodeoreiten und UNESCO-Weltkulturerbe
So richtig zum Leben erwacht Calgarys Vergangenheit alljährlich im Juli während des „Calgary Stampede“, dem großen Rodeo. Dann werden die Straßen der Stadt im Stil des Wilden Westens geschmückt. Es wird ein großes Fest mit unzähligen Besuchern aus aller Welt gefeiert und an allen Ecken und Enden duftet es nach kulinarischen Leckerbissen, von denen das legendäre „Alberta Steak“ nur das bekannteste darstellt.
Wer mehr über das Leben und Treiben im „alten“ Calgary erfahren möchte, sollte unbedingt im Freiluftmuseum „Heritage Park Historical Village“ oder in „Fort Calgary“ vorbeischauen, wo die Geschichte der Stadt auf interessante Art und Weise zum Leben erweckt wird. Noch weiter in der Zeit zurückreisen kann man im „Head-Smashed-In Buffalo Jump“, 90 Kilometer südlich der Stadt und gut mit dem Mietwagen zu erreichen. Die Ausstellung ist „UNESCO-Weltkulturerbe“ und informiert über das Leben der Blackfoot Indianer, die hier bis ins 19. Jahrhundert hinein lebten und jagten.
Wintersport in Calgary
Doch Calgary hat noch mehr zu bieten, als Cowboy-Romantik und Großstadtflair. So ist die Stadt auch ein bekanntes Mekka für Wintersportler jeglicher Couleur. Nicht umsonst wurde Calgary 1988 als Gastgeber für die Olympischen Winterspiele ausgewählt. Die Sportanlagen, die für die Spiele gebaut wurden sind übrigens immer noch in Betrieb und können besichtigt und von ganz Wagemutigen natürlich auch ausprobiert werden. Und wenn man schon einmal da ist, sollte man auch einen Ausflug in die „Olympic Hall of Fame“ unternehmen, welche immerhin das größte Olympische Museum der Welt darstellt.
Das Nachtleben
Wer mit all dem nicht viel anfangen kann, der kann Calgary natürlich auch ganz anders erleben: als pulsierende Metropole mit aufregendem Nachtleben beispielsweise. Neben vielen urigen Western Pubs, findet sich hier auch eine Vielzahl an interessanten Clubs, Restaurants und Kneipen. Besonders Chinatown, Fourth Street und Uptown 17th Avenue sind dem ausgehwilligen Calgary-Touristen dringend ans Herz gelegt.
Wer nun also eine weltoffene, aufregende Großstadt besuchen möchte, die im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne für manch eine Überraschung gut ist, sollte Calgary auf seiner Tour durch Kanada keinesfalls auslassen. Ihm könnte sonst etwas entgehen.