Motor City, Motown, the 313 der amerikanische Volksmund hat viele Spitznamen für Detroit, die, mit knapp 900.000 Menschen, einwohnerreichste Stadt Michigans. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann hier der Siegeszug der US-amerikanischen Autoindustrie und bis heute gilt Detroit als Hauptstadt des Automobils. Doch auch auf musikalischem Gebiet werden Detroiter Exporte weltweit geschätzt. Soullegenden, wie Diana Ross oder Aretha Franklin, stammen ebenso aus dieser Stadt wie der Rapper Eminem. Detroit hat allerdings noch mehr zu bieten als Autos und Popstars.
Der Grundstein Detroits wurde im Jahre 1701 gelegt, als ein französischer Offizier am Lake Erie ein Fort eröffnete. Nachdem es 1760 unter britische Herrschaft gelangt war, begann 100 Jahre später schließlich die Epoche, die von Mark Twain als Gilded Age bezeichnet wurde. Charakteristisch für diese Zeit waren wirtschaftlicher Aufschwung auf der einen Seite, Armut und Elend auf der anderen. Allerdings sind bis heute viele der opulenten Gebäude erhalten und können bestaunt werden.
Detroit, als weltweite Hauptstadt des Autos, bietet selbstverständlich viele Attraktionen und Museen rund um dieses Thema. Besonders populär sind das Walter-Chrysler-Museum und die General Motors World, wo man alles über diese beiden großen Automobilkonzerne erfahren kann. Wem das nicht genug ist, der sollte die Stadt im Januar besuchen. Dann findet nämlich die North American International Auto Show, eine der größten Automobilmessen der Welt statt.
Der Detroit Zoo in der Vorstadt Royal Oak gilt als einer der schönsten Tiergärten der USA. Er beherbergt fast 3.000 Tiere aus 300 Arten. Definitiv einen Besuch wert ist auch das Motown Historical Museum, in dem die musikalische Historie der Stadt aufgearbeitet wird. Hier dreht sich alles um das goldene Zeitalter der Soulmusik, um Motown Records und Stars, wie die Jackson 5, Stevie Wonder oder Marvin Gaye. Durch eine große Sammlung von Platten, Kostümen und Filmaufnahmen wird man beim Besuch des Museums förmlich in die 60er Jahre zurückversetzt.
Verfügt man über ein Auto, sollte man auf jeden Fall einen Trip zu den ca. drei Stunden entfernten Niagarafällen machen. Nicht umsonst gelten diese als die beeindruckendsten Wasserfälle der USA. Und wenn man schon mal so nah an der kanadischen Grenze ist, lohnt sich ein Abstecher nach Ontario. Die kanadische Provinz grenzt an den US-Bundesstaat New York. In Toronto, der größten Stadt Kanadas, laden insbesondere der 553 Meter hohe CN Tower, das Royal Ontario Museum und das gigantische Eaton Centre zum Verweilen ein. Letzteres ist ein Einkaufszentrum, das über 800 Läden beinhaltet und bis zu einer Millionen Besucher fassen kann.
Wer sich fragt, wieso der Staat Michigan oft auch als Great Lakes State bezeichnet wird, sollte einem der großen Seen einen Besuch abstatten. Dafür eignet sich besonders der Lake Erie, welcher immerhin der zehntgrößte See der Erde ist. Am Ufer bieten diverse Unternehmen Bootstouren an. Auch die vielen Leuchttürme des Sees sind eine besondere Attraktion.
Eine Autostunde von Detroit entfernt ist die Stadt Ann Arbor gelegen. Sie ist vor allen Dingen als Heimat der University of Michigan bekannt geworden. Diese Universität sorgt dafür, dass Ann Arbor von jungen Leuten bevölkert wird. Dementsprechend interessant sind Freizeitangebot und Nachtleben der Stadt.