Las Vegas - Stadt der Superlative
Stadt der Träume, Stadt der Lichter, Stadt der Sünde es gibt wahrscheinlich wenig Orte auf dieser Welt, über die soviel geschrieben wurde wie Las Vegas. Gigantisch, bombastisch, überlebensgroß und es gibt wohl noch weniger Orte, über die man stundenlang nur im Superlativ reden kann. Las Vegas ist selbst ein einziger Superlativ und eine absolute Legende. Las Vegas ist wie ein großer Durchlauferhitzer, im Sekundentakt werden hier die kühnsten Träume von Reichtum und Ruhm erfüllt und in der nächsten Sekunde wieder zerstört. Las Vegas ist der amerikanische Traum mit Raketenantrieb!
Dabei begann alles ganz unscheinbar, mit einer Mormonensiedlung mitten in der Wüste. Erst mit der Legalisierung des Glückspiels in Nevada 1931 kam die Stadt richtig in Fahrt. Mafiabosse, Glücksritter und exzentrische Millionäre zog es magisch gen Vegas. Sie alle wollten ihr Stück vom Kuchen abhaben und so wurde aus dem kleinen Flecken in der Wüste die weltbekannte Glitzerstadt. Casinos und Hotels wurden aus dem Boden gestampft. Elvis Presley und das Rat Pack traten hier jahrelang auf und fachten den Hype um die Stadt weiter an.
Zocken bis zum Umfallen
Und der Mythos lebt! Heutzutage kommen jährlich etwa 35 Millionen Touristen aus aller Welt in die 575.000 Einwohner zählende Metropole. Sie alle lassen sich von der Lichterwelt, vom unvergleichlichen Flair der Stadt begeistern und zocken und feiern bis zum Exzess. Aber Vorsicht! Manch einer ist morgens schon in seinem Hotelbett erwacht und musste entsetzt feststellen, dass er sich nachts zuvor spontan verheiratet hatte.
Las Vegas ist eine Traumwelt, irreal und oberflächlich, doch unheimlich anziehend. Ob Familienvater aus dem mittleren Westen, Tourist aus Europa oder wohlhabender asiatischer Geschäftsmann, hier sind alle irgendwie Teil der Show, der großen bunten Bühne.
Beeindruckende Kulisse
Las Vegas ist die Welt im Taschenformat. Dort gibt es den Eiffelturm (Hotel Paris), die Sphinx (Hotel Luxor), die Skyline von Manhattan (New York New York Hotel), alles komprimiert auf wenige hundert Meter am Strip, dem Zentrum der Stadt. Grell erleuchtet ragen die bombastischen Fassaden der Hotels und Casinos in den stets taghellen Himmel und beweisen jedem, der es wissen will, dass es in Vegas keine Grenzen gibt und hier einfach alles möglich ist.
An jeder Ecke gibt es etwas Neues, Aufregendes zu entdecken. Der riesige Springbrunnen des Bellagio vor dem George Clooney in Oceans Eleven seine Mitstreiter versammelt hat und das gewaltige Wynn Las Vegas Hotel, das mit 2,7 Milliarden Baukosten eines der teuersten der Welt ist, sind nur wenige Schritte voneinander entfernt. Las Vegas ist der absolute audio-visuelle Overkill, wie ein Sog, in den man gerät und der einen nicht schlafen lässt, aus der schieren Angst heraus, etwas zu verpassen. Es gibt Shows für Jung und Alt, Musicals, Theater, ja sogar Picassos an den Wänden und natürlich die Casinos. Sie sind Keim und Kern des großen Mythos Las Vegas.
Übrigens hat es auch ein Stück Deutschland auf die große Bühne Vegas geschafft. Seit dem 31. Januar 2004 steht nicht nur in München, sondern auch in Nevada ein Hofbräuhaus Dirndl, Weißwurst und importiertes bayerisches Bier natürlich inklusive.
Wer mal ein wenig Pause braucht von der Geschwindigkeit der Stadt, der sollte gleich das totale Kontrastprogramm wagen, sich einen Mietwagen schnappen und in die Wüste hinaus fahren. Die meditative Ruhe und die absolute Leere und Weitläufigkeit der Landschaft lassen Körper und Geist wieder zu Ruhe kommen und machen den Kopf frei. Natürlich nur bis zur nächsten Runde auf dem riesigen Abenteuerspielplatz Las Vegas!