Der größte Bundesstaat Neuenglands
Maine, im Nordosten der USA, besticht durch eine berauschend schöne Landschaft und einer überraschend guten Luft. Kein Wunder, denn 80% des Staates sind bewaldet. Der US-Staat trägt den Beinamen Pine Tree State, Kiefernstaat. Daneben ist er auch als Blaubeeren Staat bekannt, da annährend 100 Prozent der amerikanischen Blaubeeren hier geerntet werden. Der größte Bundesstaat Neuenglands ist vom Umfang her ungefähr so groß wie die anderen fünf Neuenglandstaaten zusammengerechnet. Die Bevölkerungszahl dagegen ist mit 1,3 Millionen jedoch eher niedrig.
Wilde Natur und Berge
Maine bietet im Landesinneren aber auch im nördlich gelegenen Baxter State Park unberührte Natur. Der ehemalige US-Präsident Bush verlegte sein Sommerdomizil nicht ohne Grund in diese Region. Besonders für Wanderer, Kajakfahrer und Angler bietet dieser US-Staat die Erfüllung aller Träume. Wunderschöne Küstenstreifen, Seenlandschaften, wilde Natur und Berge laden zum Spazieren, Wandern und zum Whalewatching ein. Der schwierigste Wanderweg Nordamerikas liegt ebenfalls in dieser Region. Er beginnt in luftiger Höhe auf dem1.600 Meter hohen Mount Kathadin. Der sagenhafte Appalachian Trail bietet ein unvergleichlich schönes Panorama.
Auf der alten Route 9 geht es zum noblen Fischerdorf Kennebunkport. Der Badeort im Süden des Staates diente dem Ex-Präsidenten George H. W. Bush als Sommerdomizil und lockte gleichzeitig Heerscharen von Schaulustigen an, die einen Blick auf sein Anwesen erhaschen wollten. Ansonsten zeigt sich das Städtchen von seiner typischen, neuenglischen Seite. In Weiß getauchte Häuser, restaurierte Gebäude, die zu Galerien, Restaurants und Einkaufsgeschäften umfunktioniert wurden, prägen das Bild der Stadt. Vor ihren Toren liegt das so genannte Wedding Cake House. Das altertümliche Holzhaus, in Form einer riesigen Hochzeitstorte, soll ein Geschenk an eine Braut gewesen sein.
Erklimmen Sie den Gipfel
Eine besonders schöne Autofahrt-Strecke stellt die Park Loop Road dar. Sie führt an den schönsten Strände und Wäldern Maines vorbei und erreicht sogar den Gipfel des Cadillac Mountains. Von dort lässt sich der prächtige Ausblick auf die umliegende Wildnis und auf Seenlandschaften genießen.
Für Autofahrer sei auf die Elche hingewiesen, die vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung anzutreffen sind. Im Frühjahr werden diese Tiere oft vom Streusalz der Straßen angelockt. Darüber hinaus ist Maine ebenfalls Heimat des Vogels Loon, auch als Nachtigall des Nordens bekannt.
Portland: Zwischen Elchen und Wölfen
Portland, die größte Stadt, besitzt das größte Kunstmuseum des US-Bundesstaates. Die Stadt an sich wirkt modern, aber gleichzeitig gemütlich, wenn gläserne Hochhäuser auf Backsteinhäuser treffen. Nicht weit entfernt von Portland liegt der Lake Sebago, ein besonders beliebter Treffpunkt für Angler. Mount Desert Island bietet Wanderwege und Reitmöglichkeiten. Echte Wildnis gibt es in der Moosehead Lake Area, in deren Wälder sich Elche und Wölfe tummeln. Das Wahrzeichen von Maine ist allerdings ein Leuchtturm. Über 60 der Türme erhellen das zerklüftete Küstengebiet.
Die kulinarische Spezialität der Region ist der Hummer. Wollen Sie den leckersten Hummer kosten, sollten Sie sich nach Rockland begeben. In einer weitaus günstigeren Preisklasse liegen die Schalentiere der Schnellimbisskette Lobster Hut.
Exotische Tiere hautnah
Der beliebte Nationalpark Acadia verzeichnet stets hohe Besucherzahlen. Am Eingang zum National Park liegt der Hafen vor Bar Harbor, wo Sie Wale, Delphine, Seehunde und Papageientaucher beobachten können.