Mit dem Mietwagen nach Boston
Hinaus aus Boston, der quirligen Hauptstadt des Bundesstaates Massachusetts und hinein in die Fülle von Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Einfach einen Mietwagen schnappen und in die herrliche Landschaft von Massachusetts brausen. Im Sommer sollte man unbedingt zur Erholung nach der heißen Großstadt an die erfrischende See fahren. Cape Cod (zu Deutsch Kap Kabeljau) lockt mit breiten, großzügigen Sandstränden, alten historischen Fischerstädtchen und dem herrlichen Naturpark Cap Cod National Seashore. Hier in der schönen Dünenlandschaft ist Erholung pur garantiert. Einsame, verschwiegene Buchten, lange Sandstrände, wunderbare Sonnenaufgänge und eine artenreiche Fauna.
Die Jagd auf Mobby Dick
Das Informationsangebot im Nationalpark ist üppig, so gibt es ein großes Besucherzentrum, wo die geologische Entstehungsgeschichte der Umgebung dokumentiert ist, ein Museum, das die Wrackteile der letzten Jahrhunderte ausstellt und viele kleine, pittoreske Häuschen aus dem 17. Jahrhundert, die hier seit den ersten Siedlern stehen.
Vor der Südspitze von Cape Cod liegt mit Nantucket Island ein echtes historisches bzw. literaturhistorisches Juwel. Von Nantucket aus startet die „Pequod“ mit ihrem Käpitän Ahab auf die Jagd nach Mobby Dick, dem Weißen Wal. Alles natürlich aus der Feder des großen Schriftstellers Herman Melville, der hier selbst in Nantucket anheuerte und auf Walfang ging.
Der Walfang ist in diesen Breiten natürlich längst passé und so kann man um die Insel herum in den Frühjahrs – und Sommermonaten einige Wale beobachten, die friedlich ihres Weges ziehen. Nantucket Island ist heute ein wild – romantischer Ort mit Schiffswracks, Walfangmuseum und Steilklippen. Im Spätsommer findet man hier viele Blaubeeren und Preiselbeeren, hervorragend geeignet für den Nachtisch eines Picknicks.
Ferienort Provincetown
Ganz an der Nordspitze von Cape Cod liegt das schöne Städtchen Provincetown. Die ehemalige Künstlerkolonie ist heute ein beliebter Ferienort mit bewegter historischer Vergangenheit: Die Mayflower, eines der großes Gründungsmythen der Vereinigten Staaten, landete hier mit ihren Pilgervätern an Bord. Diese wurden von den Indianern freundlich aufgenommen und so wird heute noch alljährlich „Thanksgiving“ überall in Amerika gefeiert. Ein Nachbau der Mayflower ist im nahen Hafen von Plymouth zu bewundern. Provincetown selber ist ein hübscher Ort, an dem man gut ein paar Tage Ferien machen kann. Faul am Strand herumliegen, lange Spaziergänge und tägliche Besuche der einheimischen Fischrestaurants sorgen für ein ausgeprägtes Wohlgefühl. Sehr sehenswert ist der lebendige Hafen, wo die Fischer alltäglich ihre Meeresfrüchte einbringen, das Piratenmuseum erinnert an die bewegte Vergangenheit des Ortes und vom fast achtzig Meter hohen Pilgrim Monument hat man einen schönen Blick über die Halbinsel und die Weiten des Atlantiks.
Wer vielleicht durch einen Besuch des Mayflower-Nachbaus in Plymouth mehr über die Zeit der Pilgerväter erfahren will, sollte unbedingt die Plimoth Plantation umweit von Plymouth besuchen. Hier wurde sehr genau das ehemalige Dorf der ersten Siedler aus dem 17. Jahrhundert nachgebaut und bis ins kleinste Detail rekonstruiert. Kostümierte Schauspieler stellen den Alltag des Dorfes nach, man kann sich einfach unter sie mischen und fühlt sich um Jahrhunderte zurückversetzt.
Salem und die Hexenverfolgung
Gruseliger geht es nördlich von Boston mit der malerischen Stadt Salem zu. Berühmt geworden durch die Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert werden hier heute noch einige Schauermärchen erzählt, sonst gibt es einige Museen und architektonische Schönheiten zu bewundern. Aber wer von Boston aus mal richtig hinaus in die Natur will, der sollte den Highway 2 Richtung Osten nehmen. Am Mohawk Trail bieten sich herrliche Panoramaaussichten über die weite Landschaft. Hier ist man in der Ruhe der Natur, perfekt geeignet zum Herumwandern und wenn man Hunger verspürt, kehrt man in eines der netten Gasthäuser ein. Erholung garantiert.