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Die Geschichte von Mobile

Wer sich auf die Suche nach einer typischen Südstaatenstadt begibt, wird nicht nur in New Orleans fündig. Auch im US-Bundesstaat Alabama gibt es Gegenden, die mit ihrer Mischung aus schwülem Klima, Dixie-Kultur und historischen Gebäuden den Reisenden die einzigartige Stimmung des amerikanischen Südens vermitteln. Eine dieser Städte ist Mobile an der Südküste Alabamas.

Indianer und Bürgerkrieg: Die Geschichte Mobiles Überlieferungen zufolge siedelten sich im Jahre 1702 französische Einwanderer am heute als Mobile River bekannten Fluss an. Der Name der Siedlung, "Fort Louis de la Mobile", entstand in Anlehnung an die Maubilla-Indianer, einen in der Gegend ansässigen Stamm von native americans. Nach Abzug der Franzosen befand sich die Gegend erst in englischem, dann in spanischem Besitz, um 1813 schließlich Teil der USA zu werden. Während des Sezessionskriegs zwischen den Nord- und den Südstaaten lieferten sich beide Parteien erbitterte Kämpfe um die Stadt, da der Hafen von Mobile von großer strategischer Bedeutung war. Als der Hurrican Katrina im Jahre 2005 große Teile des Südostens der USA verwüstete, gab es auch in Mobile Schäden zu verzeichnen. Die Stadt hat sich davon jedoch komplett erholt. Heute wohnen ca. 200.000 Menschen in Mobile. Der Hafen der Stadt gilt immer noch als wichtigster des Staates Alabama.

Die Stadt: Freizeit und Sehenswürdigkeiten

Das vielleicht wichtigste Merkmal Mobiles ist, dass sehr viel Wert auf die Erhaltung alter Bauwerke und Sehenswürdigkeiten gelegt wird. In den sieben historic districts kann man viele wunderschöne Gebäude der letzten drei Jahrhunderte besichtigen. Dank aufwändiger Restauration und Pflege sehen diese heute noch so aus wie zu ihrer Entstehungszeit. Besonders hervorzuheben ist der Oakleigh Garden Historic District, der mit spätviktorianischer Baukunst beeindruckt. Im Oakleigh Period House Museum können Besucher mehr über die Architektur der Häuser Mobiles erfahren.

Nichts für Pazifisten ist der Battleship Memorial Park in der Bucht von Mobile, in dem es riesige Kriegsschiffe sowie ausrangierte U-Boote und Flugzeuge zu besichtigen gibt. Der Faszination dieser Fortbewegungsmittel, wie z.B. dem 207 Meter langen Kriegsschiff USS Alabama, kann man sich nur schwer entziehen.

Mardi Gras

Wer die Stadt zwischen Neujahr und Ende Oktober besucht, wird sich vielleicht plötzlich im Mardi Gras wiederfinden. Dies ist die Karnevalszeit, die besonders im Süden der USA gefeiert wird. Obwohl der Ursprung dieser Tradition oft New Orleans zugesprochen wird, war doch Mobile die Stadt, in der 1703 der erste Mardi Gras gefeiert wurde. Farbenprächtige, aufwändige Umzüge, ausgelassene Stimmung und viel Musik prägen diese Zeit des Jahres.

Ausflüge

100 Kilometer westlich von Mobile, an der Golfküste des US-Staats Mississipi, liegt Biloxi. Neben der Möglichkeit, Bootstouren zu den Inseln vor der Mississippi-Küste zu unternehmen, hat besonders das Glücksspiel Biloxi zu Berühmtheit verholfen: Viele Casinos haben sich hier angesiedelt, und so wird die Stadt oft auch als „Las Vegas der Südstaaten“ bezeichnet.

Zu den Bellingrath Gardens, einem riesigen botanischen Garten südlich von Mobile, ist man mit dem Auto nur eine knappe Viertelstunde unterwegs. Auf einer 27 Hektar großen Fläche kann man gegen ein geringes Entgelt verschiedene aufwändig gestaltete Gärten besichtigen. Naturliebhaber werden auch das Audubon Bird Sanctuary zu schätzen wissen. Dieser Vogelpark liegt auf Dauphin Island, einer kleinen Insel in der Bucht von Mobile. 

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Quick Info

Land: USA

Region: Alabama

Hauptstadt: Montgomery

Einwohner: 192.759

Fläche: 412,9 km2

Bevölkerungsdichte: 651,4 Einwohner je km²