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Mit dem Mietwagen durch Pensacola

Pensacola rühmt sich, die erste europäische Siedlung der heutigen USA zu sein. Bereits seit 1513 kreuzten immer wieder spanische Schiffe im Golf von Mexiko, die in der Gegend nach Reichtümern suchten. Erst im August 1559 beschloss Don Tristan de Luna, der mit elf Schiffen und über 1.400 Mann aus Mexiko in die Pensacola Bay kam, hier zu siedeln.

Das Glück war den Neusiedlern jedoch nicht hold, denn schon nach ein paar Wochen verwüstete ein Hurrikan den so jungen Ort. Die Spanier ahnten natürlich nicht, dass die Hurrikans Florida lieben und die Halbinsel besonders gerne zwischen August und Oktober heimsuchen. Der Zeitpunkt um eine Ortschaft zu gründen, war also denkbar ungünstig. Rasch behoben die etwa tausend Überlebenden des Unglücks die Schäden, aber nach weiteren Katastrophen gaben die fünfzig Verbliebenen zwei Jahren später ihre glücklose Siedelei endgültig auf. „Zu gefährlich zur Besiedelung“ attestierte man dem, heute „Panhandle“ genannten, Nordwesten Floridas, der daraufhin die nächsten 135 Jahre verlassen blieb.

Der Streit um die Stadt

Man konzentrierte sich auf die Ostküste der Halbinsel. St. Augustine, das 1565 gegründet wurde, kann daher heute mit Recht behaupten, der erste, dauerhaft von Europäern besiedelte, Ort der USA zu sein. Nach Pensacola wagten sich die Spanier erst 1696 wieder, diesmal jedoch mit anhaltendem Erfolg.

Die Einwohner nennen ihre Stadt auch liebevoll „The City Of Five Flags“, da in all der Zeit ihres Bestehens immerhin fünf verschiedene Nationalflaggen zeigten, wem die Stadt gehörte: Spanien, Frankreich, Großbritannien, die konföderierten Staaten von Amerika und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Kilometerlange, zuckerweiße Strände

Die gesamte Küste um Pensacola ist ein Badeparadies, das besonders gerne von Ausflüglern der angrenzenden Südstaaten Alabama und Georgia besucht wird. Das brachte ihr den spöttischen Namen „Redneck Riviera“, was in etwa „Hinterwäldler-Riviera“ bedeutet, ein. Sehr zu Unrecht, denn der gesamte Golf von Mexiko verfügt über Traumstrände, die ihresgleichen suchen. Der Ozean, der in der Ferne in samtigem Ultramarinblau erscheint, allmählich die Farbe edler Smaragde annimmt, bis er sein Wasser in strahlendem Türkis und Aquamarin, an die kilometerlangen, zuckerweißen Strände spült. Und über all dem spannt sich der unendliche, coelinblaue Himmel.

Trotz dieser Postkartenidylle bleibt Pensacola für die meisten Florida-Urlauber ein unentdecktes Juwel, da sie es gewohnt sind, ihren Urlaub im Osten, an den berühmten Stränden von Miami oder Palm Beach zu verbringen. Wer jedoch ruhigere Strände vorzieht, wird sich in Pensacola wie im Paradies fühlen und Langeweile kommt hier garantiert nicht so schnell auf.

Weitreichendes Unterhaltungsangebot

Pensacola hütet seine drei historischen Bezirke, voll von architektonischen Kostbarkeiten der spanischen und französischen Epoche, wie einen Schatz. Hier steht auch die älteste Kirche Floridas. Schöne, weitläufige Parks mit plätschernden Springbrunnen vervollständigen das Bild.

Neben einem reichem Unterhaltungsangebot mit Freizeitparks, Museen und sportlichen Aktivitäten, hat Pensacola auch nachts viel zu bieten und die örtliche Underground-Szene erfüllt beinahe jeden Musikwunsch. Egal ob Indie, Hardcore, Folk, Industrial oder Gothic, in vielen Bars und Clubs wird die Live-Musik gespielt, die man hören will.

Für jene, die gerne mit dem Auto unterwegs sind, bietet die nahe und fernere Umgebung jede Menge Highways, um sich den Wind der Freiheit um die Ohren blasen zu lassen. Folgt man dem US-Highway 10 entlang der Küste durch Alabama und Mississippi erreicht man nach 400 km das legendäre New Orleans. Ein Trip, der jeden Kilometer wert ist.

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Quick Info

Land: USA

Region: Florida

Hauptstadt: Tallahassee

Einwohner: 55.100

Fläche: 102,7 km2

Bevölkerungsdichte: 459,2 Einwohner je km2