Smaragdstadt Seattle
Wir sind ein Teil der Erde, sie ist ein Teil von uns die duftenden Blumen sind unsere Schwestern, das Reh, das Pferd, der Adler sind unsere Brüder, so sprach der legendäre Häuptling Seattle schon im 19. Jahrhundert und seine Taufpatin, Seattle, die größte Stadt im US-Bundesstaat Washington dürfte ihm alle Ehre machen. Die Smaragdstadt, wie sie wegen ihrer vielen Grünanlagen und Parks genannt wird, ist quicklebendig, cool, modern und wahnsinnig entspannt und hat eine sehr hohe Lebensqualität. Und sie ist eine der amerikanischen Städte mit der schönsten Umgebung. Eingebettet zwischen dem Pudget Sound, einem Fjord, der zum Pazifischen Ozean hinausführt und dem Lake Washington findet man eine grüne, hüglige Küstenlandschaft mit vielen Inseln und Halbinseln.
Die zwei Seiten der Stadt
Zwei so unterschiedliche Typen, wie Kurt Cobain und Bill Gates, sind in dieser Stadt groß geworden, so dass hier einiges los ist und das meiste gleich doppelt. Mobilität wird hier groß geschrieben, um wirklich die beiden schönen Gesichter der Stadt kennen zu lernen, nämlich urbanes Zentrum und einzigartige Naturschönheiten. Abends verschwindet man in den vielen Bars von Downtown Capitol Hill und am nächsten Morgen nach dem Frühstück gondelt man gemütlich mit seinem Mietwagen zu den Indianern im Yakama Reservat.
Oder Sie besuchen morgens das Pacific Science Center, ein Spaß für jung und alt mit seinen interaktiven Exponaten, Lasershows und einem Planetarium oder das einzigartige Seattle Aquarium, mit seinem kugelförmigen Unterwasserraum, der die Wasserwelt des Pazifiks zeigt (Achtung, hier unbedingt die Fütterung mitmachen) und fahren dann nachmittags raus zu den Urwäldern des Seward Park zum Picknicken.
Der Ausbruch des Mount St. Helens
Südlich von Seattle liegt das Mount St. Helens National Vulcanic Monument, das den wuchtigen Ausbruch des Vulkans vom Mai 1980 dokumentiert. Ein Tagesausflug, den Sie auf jeden Fall mit Ihrem Leihwagen machen sollten, denn es lohnt sich, sich die unvorstellbare Kraft der Natur zu vergegenwärtigen. Hier wurden 24 Megatonnen TNT freigesetzt (die Hiroshima-Atombombe hatte nicht einmal eine halbe Megatonne) und der Berg verlor über 400 m seiner Höhe. Wer möchte, kann sich den Ausbruch auch in Seattle im Kino anschauen. Der Imax-Dome mit seiner 180-Grad Leinwand versetzt den Zuschauer virtuell auf den Gipfel des Vulkans beim Ausbruch.
Theater und Musik
Wer sich angesichts von soviel Urkraft lieber der feinsinnigen Kultur hingeben will, kein Problem, denn Seattle hat die größte Theaterszene der ganzen Westküste, von dem Bagley Wright Theatre (Programm findet man in der Lokalpresse) im Zentrum der Stadt bis hin zu Varietégruppen und Straßentheatern im Capitol Hill. Wer es exzentrisch liebt, sollte sich das Viertel Fremont nicht entgehen lassen. Hier gibt es schräge Typen, Hippies, bizarre Skulpturen und allerlei Shops mit allerlei Trödel. Und natürlich Belltown, die Wiege des Grunge, hier haben Nirvana, Pearl Jam und andere gespielt und ein paar der berühmten Clubs gibt es immer noch. Mittlerweile haben auch ein paar coole Restaurants aufgemacht, so dass einer zünftigen Party hier nichts im Wege steht.
Auf zur Goldsuche
Und sollten Sie nach so vielen Freizeitangeboten kurz mal knapp bei Kasse sein, Seattle bietet auch hierfür eine Lösung: Im Klondike Gold Rush National Historic Park wird Ihnen beigebracht, was ein echter Goldsucher so alles benötigt und was er alles können muss. So können Sie in die paradiesische Umgebung von Seattle losziehen und Ihr Glück versuchen. Campingplätze gibt es genug und bestimmt wacht auch der Geist des weisen, alten Häuptlings über Ihnen!