Immergrüne Nadelwälder
Natur Pur! So lässt sich Washington, der Bundesstaat im äußersten Nordwesten der USA, wohl am besten zusammenfassen. Und das in einer Vielfältigkeit, die nicht nur in den USA ihresgleichen sucht. Wunderschöne Sandstrände treffen hier auf zerklüftete Bergmassive der Rocky Mountains und endlose Nadelwälder. Hier hat man nichts am Hut mit der allgegenwärtigen Hektik, welche die amerikanische Hauptstadt gleichen Namens so fest im Griff hat. Das perfekte Ambiente also, um am Busen der Natur mal so richtig abzuschalten, sich bei ausgedehnten Wanderungen durch die Wälder, beim Kraxeln im Gebirge oder beim wohligen Dösen am Strand von den tagtäglichen Anstrengungen der Zivilisation zu erholen und so ganz nebenbei noch ein paar unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen. Allein der Vulkan Mount Rainier, wie sein schneebedeckter Gipfel das Sonnenlicht reflektiert, ist ein Anblick, der jedem, der einmal das Glück hatte ihn zu sehen, auf ewig im Gedächtnis bleibt. Auch ausgedehnte Fahrten durch die immergrünen Nadelwälder sind ein Fest für alle Sinne. Nicht umsonst trägt Washington den offiziellen Beinamen The Evergreen State.
Grauwale an der Pazifikküste
Besonders intensiv lässt sich die Schönheit der Natur natürlich in einem der drei Nationalparks erleben. Besonders der Olympic-Nationalpark im äußersten Nordwesten ist in seinem Facettenreichtum ein einziges Erlebnis. Hier findet man den einzigen, noch existierenden, gemäßigten Regenwald Nordamerikas. In absoluter Zurückgezogenheit kann man hier durch die einsamen Bergwelten streifen oder an der rauen Pazifikküste die Grauwale beobachten, die in großen Gruppen gen Süden ziehen, um dort ihre Jungen zu gebären. Auch vielen anderen seltenen Tieren kann man hier begegnen. Roosevelt-Hirsche ziehen durch die Wälder, ebenso wie Schwarzbären, Luchse, Waschbären und Kojoten. Mit sehr viel Glück kann man vielleicht sogar einen der seltenen und sehr scheuen Berglöwen erspähen. Auch Ornithologen und sonstige Vogelfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten.
Kulturelles Zentrum Seattle
Wen es nach all der unberührten Natur mal wieder nach ein wenig Urbanität gelüstet, der kann beispielsweise die, sich im Schatten des Mount Rainiers ans Meer kuschelnde, Stadt Tacoma oder auch die idyllische Hauptstadt Olympia besuchen. Oder Sie können gleich nach Seattle fahren. Die Metropole ist nicht nur die größte Stadt, sondern auch wirtschaftliches wie kulturelles Zentrum des Staates. Die kulturellen Vorzüge der Stadt müssen hier wohl nicht groß angepriesen werden, schließlich hat Seattle unter anderem Bands, wie zum Beispiel Pearl Jam und Nirvanam, hervorgebracht und auch das Symphonieorchester sowie das Opernhaus haben Weltruhm erlangt. Auch die fantastische Lage der Stadt direkt am Wasser, die architektonischen Highlights und der fast greifbare Fortschrittsgeist (immerhin haben hier unter anderem Boeing, Starbucks und Hightech-Unternehmen, wie Microsoft oder Amazon, ihren Anfang genommen) machen Seattle zu einer Stadt, die man erlebt haben sollte.
Kontraste in Washington
Gerade die Kontraste sind es, die Washington so besonders machen. Der Pazifische Ozean trifft auf das Hochgebirge, Weinberge auf Wintersportgebiete, riesige Wälder auf pulsierende Städte. Nehmen Sie sich am besten ein wenig Zeit und einen Mietwagen und lassen Sie den ganzen Facettenreichtum des Staates während einer langen Autofahrt durch die Natur auf sich wirken. Sie werden es nicht bereuen!